BangkokDemonstrationen der RothemdenIm September 2006 wurde der damalige Premierminister Thaksin Shinawatra nach monatelangen Streiks und Demonstrationen der "Gelben" abgesetzt. Da die andere Politische Fraktion, die "Roten", welcher auch Thaksin angehört sich nun benachteiligt fühlt kommt es seit dem immer wieder zu Demonstrationen. Eskalation in BangkokIm April 2010 eskalierte die Lage als Demonstranten das Parlamentsgebäude stürmten. einige Parlamentarier mussten von der Thailändischen Luftwaffe ausgeflogen werden. Einige Tage später wurde auf Demonstranten scharf geschossen. Es wurden 18 Menschen getötet, darunter auch zwei Soldaten und ein Japanischer Kameramann. Die Zahl der Verletzten schwankt zwischen 650 und 800 Menschen. Die HintergründeAuch wenn die Hintergründe sehr vielfältig sind lassen sie sich doch grob beschreibe. Es geht wie fast immer um die Verteilung des Geldes. Thaksin und seine "Roten" verteilten die zur Verfügung stehenden Mittel eher zu Gunsten der meist in ärmlichen Verhältnissen lebenden Landbevölkerung. In dieser haben die "Roten" auch den größten Rückhalt. Die Landbevölkerung gilt als sehr Königstreu. Die "Gelben" stehen ihrerseits auch für Königstreu, repräsentieren die Mittel- und Oberschicht in Thailand und haben die Armee auf ihrer Seite. In wie weit der Thailändische König für die eine oder andere Seite Partei ergreifen wird ist Mitte April 2010 noch nicht zu erkennen. In Thailand und vor allem in Bangkok blüht die Korruption. Auch der frühere Premierminister Thaksin wurde mit dem Vorwurf der Vetternwirtschaft gestürzt. Teile der Polizeigelten als korrupt und viele Behörden entscheiden je nach Beziehungen sehr willkürlich. Thaksin war mit dem Versprechen angetreten die Korruption in Thailand zu bekämpfen. Wer letztendlich im Recht ist und wer als Sieger der Auseinandersetzung hervor gehen wird kann man heuten noch nicht sagen. Die FolgenSowohl die Wirtschaft Thailands als auch die Tourismusindustrie leidet unter den anhaltenden und eskalierenden Krawallen. Die Wirtschaft muss um die ausländischen Investoren bangen, welche bisher die politische Stabilität Thailand schätzten. Gerade die blutigen Auseinandersetzungen in Bangkok sind Gift für den Tourismus. Man kann für Thailand nur hoffen, dass der Konflikt bald friedlich beigelegt wird und nicht zu einem Bürgerkrieg in Bangkok ausufert.
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